Bericht aus der Parat-Sitzung vom 18.6.2020

Nach vielen Wochen hat sich der Pastoralrat erstmals wieder getroffen – in der Kirche mit den gebotenen Abständen. Schwerpunkt der Sitzung waren Themen, die auch im direkten Zusammenhang mit der Corona-Krise stehen.

Gottesdienst in Corona-Zeiten

Seit dem 8. Mai ist es wieder möglich, Gottesdienste zu feiern. Ein Gremium wurde gebildet und hat ein Hygienekonzept ausgearbeitet – es wurde insgesamt sehr gut bewertet und ist ohne Schwierigkeiten angenommen worden.
Bis Fronleichnam durften nur 18 Menschen in unserer eigentlich großen Kirche zusammenkommen, ab dem kommendem Wochenende dürfen es 33 Menschen sein. Die 10 Quadratmeter-Regel pro Person ist gefallen, mit den 33 Menschen ist der Mindestabstand von 1,5m nach wie vor gegeben.
Dennoch ist festzuhalten, dass der erwartete Zustrom nicht stattgefunden hat wie zuerst gedacht: Viele Menschen sind offensichtlich doch noch vorsichtig, vor allem auch ältere Gemeindemitglieder. Vielleicht sind auch die Rahmenbedingungen mit Abstand und Mund-Nasen-Schutz nicht attraktiv oder man befürchtet, einem anderen einen Platz wegzunehmen?
Eucharistiefeier findet seit Fronleichnam statt. Die Art, wie wir die Kommunion austeilen, findet in unserer Gemeinde sehr würdig statt – so die Reaktionen: Die Hostien werden auf Tellern verteilt und die Gläubigen können sich - den Abstand wahrend - diese vom Teller nehmen. Als Ergänzung wird ein Streaming der Gottesdienste diskutiert. Neben datenschutzrechtlichen Gründen wurden auch Ansprüche an Qualität und die Frage nach dem generellen Interesse erörtert. Ein Streaming soll zunächst noch nicht durchgeführt werden.
Grundsätzlich sieht der Pastoralrat aber doch, dass es einen großen Bedarf gibt, die Gemeindemitglieder zu erreichen, zu verbinden, die Gemeinschaft zu stärken. Eine Arbeitsgruppe, die hierfür Ideen entwickeln möchte, hat sich gebildet. Pfarrer Ziemens, Hendrik Becker und Reinhard Kurth freuen sich auf Verstärkung.

Erstkommunionvorbereitung ist wieder aufgenommen

Nachdem der Start wegen Corona aufgeschoben werden musste, ist die Vorbereitung jetzt aber in Kleingruppen mit bis zu 14 Kindern angelaufen. Sie findet in der Kirche statt – der passende Ort hierfür!
Das bestehenden Hygienekonzept findet auch hier natürlich Anwendung.

Moderne „Votivtafeln“ für Dank, Sorgen, Wünsche

In diesen besonderen Zeiten machen wir alle Erfahrungen, aus denen Sorge und Dankbarkeit sprechen. Wir möchten diesen Raum geben – gerade weil wir die Normalität weder im Gemeindeleben, noch in der Gesellschaft bald wieder haben werden. In früheren Zeiten gab es die Votivtafeln in vielen Kirchen, auf denen gedankt wurde für Rettung aus schwerer See, auf denen der Wunsch für eine Heilung, für einen gute Ernte zum Ausdruck kam.
Wir möchten mit einer zeitgemäßen Neuinterpretation der Votivtafeln dazu zeitnah eine Möglichkeit geben in St. Matthias. Vorgefertigte „Tafeln“ können mit nach Hause genommen werden, individuell ausgestaltet werden und dann für alle sichtbar im hinteren Bereich der Kirche von den Gemeindemitgliedern aufgehängt werden können.
Darüber können wir unsere Sorge und Dankbarkeit miteinander teilen, füreinander beten, vielleicht auch Inspiration erhalten für die Gemeindearbeit und – falls mit Namen versehen - ins Gespräch kommen.

Nächste Sitzung

Der Pastoralrat freut sich auf sein nächstes Treffen am 6. August, 20h in St. Matthias – Gäste sind immer herzlich willkommen!
Wir bitten Sie allerdings aufgrund der aktuellen Situation um vorherige Anmeldung im Pfarrbüro, damit wir den dann gültigen und vielleicht veränderten Corona-Vorschriften entsprechen können.
Falls Sie sonst ein Anliegen haben, kontaktieren Sie uns gerne über das Pfarrbüro!

Beate Waibel-Flanz