Gastspiel des Zirkus Minimax der Zirkusfamilie Trumpf

Propst Ziemens an der Messerwand

Lautes Kinderlachen, rhythmisches Klatschen und viele bewundernde Ausrufe erfüllten am Sonntagnachmittag den Kirchenvorplatz der St. Matthias Kirche in Achim.

Grund war ein Gastspiel des Zirkus Minimax der Zirkusfamilie Trumpf.

In ihren Begrüßungsworten machten sowohl die Initiatorin des Auftritts, Pfarrsekretärin Christiane Grusche, als auch Katja Trumpf deutlich, wie wichtig dieser Auftritt für die Familie nach vielen Monaten Stillstand durch die Corona Pandemie sei. So gut wie keine Einnahmen und der für Zirkusleute so wichtige Kontakt mit den Menschen fehlen mir sehr, so Katja Trumpf. Umso dankbarer sei sie, dass der Zirkus vor 120 Zuschauern in zwei ausverkauften Vorstellungen an diesem wunderbaren Spätsommertag auftreten konnte.

Gefühlvoll und leise begann die Vorstellung. Zum Lied " Oh mein Papa war eine wunderbare Clown " begann sich Jake Trumpf als Clown zu schminken und eröffnete damit die einstündige Zirkusshow.

Der erst elfjährige Steven brillierte auf der " spanischen Temporolle " auf der er sehr geschickt das Gleichgewicht haltend durch zwei Ringe stieg. Man merkte ihm kaum an, dass er diese Zirkusnummer erst zum fünften Mal präsentierte.

Danach kam " der Mann mit dem eisernen Kinn ". Zirkusdirektor Ronny Trumpf balancierte Messer, Keulen, einen Tisch und als besonderen Höhepunkt 5 Stühle gleichzeitig auf seinem Kinn.

Auch die sechsjährige Vienna bezauberte die Zuschauer mit den " schwingenden Hula Hoop Reifen " und einem Spagat zum Abschluss. Starker Applaus belohnte ihre Vorführung.

Insgesamt zeigte sich das Publikum sehr klatschfreudig und geizte auch nicht mit anerkennenden Zurufen.

Natürlich durfte auch eine Clownnummer nicht fehlen. Ronny und Jake versuchten sich als Musikanten. Besonders hier amüsierten sich die Kinder herzlich und rissen dabei ihre Eltern ebenfalls zu starkem Beifall mit.

Gespannt verfolgten die Zuschauer dann eine gekonnte Equilibristikdarbietung . Jonny Trumpf brachte es fertig, auf einem Turm von vier aufeinander gestapelten Stühlen seine Handstandkünste zu präsentieren.

Nach einer Tempojonglage mit Messern, Bällen und brennenden Fackeln durch Ronny Trumpf folgten die zwei Höhepunkte der Vorstellung. Ronny und Katja Trumpf traten als die Douglas Truppe mit einer Mexikanischen Lassoshow und dem "Messerwerfen auf ein lebendiges Ziel " auf. Propst Ziemens, der " nicht für Hundertausend Euro " sich an die Wurfwand stellen wollte, ließ sich doch , dem Publikum zu liebe, überreden. Er wurde mit starkem Applaus für seinen wagemutigen Auftritt, sich 6 Messer um die Ohren werfen zu lassen, belohnt.

Als " Vulcano " spielte Ronny Trumpf am Ende der Vorstellung " mit dem Feuer " Er beeindruckte als Feuerspucker besonders die Kinder, die diese Vorführung, super aber auch ein wenig gefährlich fanden, wie die 5 jährige Johanna feststellte.

Clown Jake schminkte sich wieder ab und glücklich über den großen Zuspruch und den starken Applaus verabschiedete sich die Zirkusfamilie , die gerne auch noch weitere Auftritte in diesem Jahr haben würde. Das Pfarrbüro von St. Matthias kann den Kontakt dazu herstellen. Außerdem betreibt die Familie auch noch ein nostalgisches Puppentheater, das auch für Kindergärten gebucht werden kann.

Rüdiger Dürr