Corona-bedingtes Heizen und Lüften in der St. Matthias Kirche

In fast allen Lebensbereichen passen wir aktuell unsere Gewohnheiten an, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Auch bei der Nutzung von Kirchen gilt es, anders als gewohnt zu handeln.

Mittlerweile sind Aerosole als Transportweg für Coronaviren erkannt. 15 Bistümer, u.a. auch das Bistum Hildesheim, und ev. Landeskirchen haben die Firma Prisma Consult GmbH beauftragt, sich mit dem Thema Heizen und Lüften in Kirchen zu befassen und eine Handlungsempfeh-lung zu erstellen. Diese Empfehlung wird in St. Matthias umgesetzt.

Luftbewegungen können Viren von Person zu Person transportieren. Deshalb sind Luftbewegungen durch Thermik und Zugluft so weit wie möglich zu vermeiden. Für Sommermonate ist davon auszugehen, dass die Luft im Kirchenraum mehr oder weniger „steht“, es also kaum Luftbewegungen gibt. In den kommenden Monaten wird es durch sinkende Außentemperaturen und den Betrieb von Heizungen jedoch zwangsweise zu Luftbewegungen in Kirchen kommen. Ziel ist eine Risikominimierung für den Übertragungsweg über die Luft. Die relative Luftfeuchte wird kontrolliert. Diese sollte möglichst zwischen 50% und 60% betragen. Dieses hemmt die Infektiosität der in den Aerosolen befindlichen Coronaviren. Das wird in unserer Kirche durch eine Automatik überwacht.

Der Betrieb unserer Warmluftheizung führt zu großen Luftbewegungen im Raum. Daher wird diese 45 Minuten vor Beginn des jeweiligen Gottesdienste ausgeschaltet, damit sich die Luft beruhigen kann.

Lt. der Prisma GmbH ist ein Lüften zum Abtransport von virenbelasteten Aerosolen in Kirchen nicht wirkungsvoll möglich. Stattdessen würden geöffnete Fenster und Türen ungewollte Luftbewegungen verursachen. Das ist zu vermeiden. Deshalb wird nur vor und nach den Gottesdiensten gelüftet. Während der Gottesdienste sind die Türen zu und die Belüftung ausgeschaltet.