Hier nur einige Fotos aus 2013

 

 

eine Betreuerin???

...noch ein Betreuer???

...Ordnung muß sein...

Inselrallye...

einige Sieger...

Tanzkurs, Diskofox

Disko

...ab ins Meer

Chaosspiel

Kräftemessen

Bootstour mit der Riet

Messe in den Dünen

...alle Fußballer

Liebe Amelandfahrer!

Hier ist der Amelandtrailer! 

Danke!

Wir möchten uns auch im Namen der Kinder ganz, ganz herzlich für die Spenden, die uns namentlich oder unbekannter Weise erreicht haben, bedanken.

Hierdurch war es uns möglich die Freizeit, ohne finanziellen Druck zu gestalten.

Vergelt's Gott!

TRIPLE A: AMELAND – ALEGRIA – ANGESTECKT!

Oder: Wie mich Neugierde und ein bisschen Mut bereicherten…

   

 

Beide Institutionen kenne ich seit langem – als „Nutznießer": Die Ameland-Freizeit und unsere Band Alegria. Emilie und Mattis waren wiederholt auf Ameland dabei, und wir genießen jedes Mal die musikalische Umrahmung der Gottesdienste durch Alegria.

In diesem Sommer traute ich mich wirklich was: Erstmals war ich als Betreuerin auf Ameland dabei und endlich habe ich auch alle Bedenken über Bord geworfen, habe meinen langgehegten Wunsch umgesetzt und bin zu Alegria als Sängerin zugestoßen.

Amelandfreizeit….klar, ich „kannte" es von den (eher spärlichen) Erzählungen der Kinder. Aber der Amelandvirus? Das ist halt wie bei einer Grippe: Von den Symptomen erzählen und sie erfahren ist doch ein riesiger Unterschied. Dass er mich erwischt hat, merke ich daran, wie begeistert ich seitdem vom Erlebten berichte. Und was ist nun das Besondere daran?

Ich denke, diese Freizeit ist für Kinder wie ein Hauptgewinn: Ein abwechslungsreiches, spannendes, lustiges Programm, ein großzügiges Haus und Gelände, strandnah, andere Kinder kennenlernen, ein riesen Spaß. Aus den Augen der Betreuer aber auch: Viel Zuwendung, Fürsorge, ein offenes Ohr für die großen und kleinen Sorgen, Zeit, Wünsche wahrnehmen, Konflikte lösen, einen guten Boden zum Wachsen und Reifen bereiten. Mir wurde durchaus klar, dass diese Zeit auf Ameland für einige Kinder eine ganz besondere Zeit war.

Möglich ist das alles nur, weil die jahrzehntelange Erfahrung von Betreuerstab zu Betreuerstab weitergereicht wird und es dort auch immer einen Kern an personeller Kontinuität gibt. Damit meine ich nicht nur den Fundus an Spielideen und Programmelementen, sondern auch die pädagogische Professionalität. Ich darf das so als Teil des Betreuerteams ganz unbescheiden sagen, denn als Neue habe ich sehr davon profitiert. Um ein paar Beispiele zu geben:

·         Ein Kind hat noch keine Post von zu Hause bekommen. Dann bekommt es bis zum Eintreffen der Post aus Deutschland etwas mehr „interne Lagerpost". Währenddessen wird schon mal auch zu Hause angerufen und daran erinnert.

·         Ein Mädchen wird ausgegrenzt – in der abendlichen Betreuerrunde werden die Eindrücke zusammengetragen und besprochen, was zu tun ist, wie man das Kind in der Gruppe stärken kann. Und man lenkt das Augenmerk auf das, was das Kind besonders toll macht, wo es stark ist – und vielleicht gibt es dann in der Abschlussrunde mit den Kindern eine „offizielle" Urkunde darüber.

·         Ein Junge hat Angst vor Treppen, möchte immer gerne an die Hand genommen. Nach kurzer Zeit ist diese Angst überwunden.

Eine Sache hat mich noch ganz besonders berührt und gefreut: Es waren auch 5 ältere Jugendliche dabei mit ihrer „eigenen" Betreuerin dabei:  3 Flüchtlingsjungs aus Somalia, Eritrea und Syrien, sowie 2 deutsche Jungs, die sich alle untereinander kannten. Es sollte für die Gruppe eine Auszeit sein, ohne Verpflichtung am Programm der Jüngeren teil zu nehmen. Tatsache war aber: Sie waren mitten dabei, wir spielten gemeinsam Fussball, batikten T-Shirts. Wenn eines der kleineren Kinder müde war beim Fußmarsch in den Ort, dann nahm Fayz oder Akilas oder Faysal das Kind auf die Schultern, oft hatten sie links und rechts ein Kind an der Hand.

Ganz natürlich, ganz menschlich, ganz ohne Berührungsangst gingen Kinder und Flüchtlingsjungs miteinander um. Eine besonders schöne Erfahrung!

Alegria: Ich bin erst wenigen Wochen dabei, aber schon die Proben ließen mein Herz höher schlagen und zauberten mir ein Lächeln ins Gesicht. Singen befreit, gemeinsam singen verbindet und Gott singend zu preisen macht das Herz voll.

Und dann durfte ich (Probezeit bestanden…)  bereits am 19.9. mit nach Hildesheim in den Dom fahren, wo wir zwei Firmgottesdienste musikalisch begleiteten. Was für eine Premiere für mich! In diesem wunderbaren Dom, welche große Freude mit dabei sein zu dürfen.

Dank an alle, mit denen ich diese schönen Momente teilen durfte. Angesteckt!

Beate Waibel-Flanz